Fanfarenzug La Bambas Konstanz

 

Bis zum Schmotzige Dunschdig sind es noch:

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Herzlich Willkommen auf der Homepage des Fanfarenzug La Bambas

 


Es geschah im Jahre 1548…

…als ganz Süddeutschland von den spanischen Truppen des katholischenRitter ohne schrift
Kaisers Karl V. zur Gegenreformation „überredet“ worden war…

Ganz SüddeutscLexikonhland? Nein, ein kleines alemannisches Städtchen am Bodensee leistete den Eindringlingen Widerstand. So musste nun doch mit Gewalt versucht werden, die vom katholischen Glauben abgefallenen wieder auf den rechten Weg zu bringen.

Im Heer der spanischen Truppen befand sich auch der katalanische Edelmann Don Gonzales de La Bambas. Als Führer einer kleinen Einheit wollte er ganz groß herauskommen und als erster Spanier in die besiegte Stadt einreiten. Als sich die Soldaten der Stadt näherten, preschte unser Edelmann alleine vorne weg, geradewegs auf die Rheinbrücke vor dem Stadttor.

Zu seinem Pech hatte er zu spät bemerkt, dass es sich um eine Zugbrücke handelte, die natürlich hochgezogen worden war. Don Gonzales de La Bambas plumpste samt Pferd und Rüstung in die Fluten des reißenden Stromes und ertrank darin jämmerlich.

Auf der Seite der Belagerten ertönte ein höhnischer Jubelschrei, der da lautet: Viva La Bambas, Viva, viva, viva !! Mit diesem Jubelschrei gedenken auch wir heute noch diesem Ereignis und dem edlen, aber auch unglücklichen Don Gonzales de La Bambas.

Unser Verein hat somit die längste Tradition in Konstanz!

 

Ausgzug aus der kleinen Fasnachtsfibel von Markus Weber
Lange Zeit gingen die Brauchtumsforscher davon aus, dass Fastnacht etwas mit den heidnischen Bräuchen unserer vorchristlichen Vorfahren zu tun hat, den Winter zu vertreiben. Heute glauben wir zu wissen, dass die Fastnacht (Fasnacht, Fasnet, Fasching) ihren Ursprung voll und ganz im christlichen Jahresablauf hat. Sie bildet den Anfang der Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern.

Wie alles begann…Butzenlauffinale-Grafik

Die ersten Christen feierten Ostern, das Fest der Auferstehung Christi, zusammen mit dem jüdischen Paschafest3. Das Konzil von Nicäa legte im Jahr 325 fest, dass Ostern jeweils am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond zu feiern ist. Im 6. Jahrhundert wurde das Bistum Konstanz gegründet, das bald eines der bedeutendsten Zentren der damaligen Welt wurde. Zur selben Zeit verfügte Papst Gregor der Große (590-604) während seiner Amtszeit, dass Christen die 40 Tage vor Ostern fasten müssen. Nach dieser Regelung begann die Fastenzeit am Dienstag nach dem 6. Sonntag vor Ostern. Mit dem Konzil von Benevent im Jahr 1091 wurden die sechs Sonntage vor Ostern vom Fasten ausgenommen. So rückte der Beginn der Fastenzeit um weitere sechs Tage nach vorne auf den heutigen Aschermittwoch. Daher Kommt es, dass in einigen Gebieten (z.B. weite Teile der Schweiz) die Buren Fastnacht (Bauern Fastnacht) gefeiert wird, die sich an der älteren Regelung orientiert. In dieser Zeit war es den Leuten unter Androhung von schweren Strafen verboten, Fleisch von warmblütigen Tieren zu essen. Auch weitere Nahrungsmittel die von Großtieren und Geflügel gewonnen werden (Schmalz, Fett, Milch, Butter, Käse und Eier) standen unter diesem Verbot. Durch dieses Verbot waren die Menschen gezwungen nach Mitteln und Wege zu suchen, um Ihre verderblichen Vorräte sinnvoll zu verbrauchen. Es wurden in den Tagen vor der Fastenzeit Feste abgehalten um die Nahrungsmittel zu verbrauchen. Zu einem Fest gehört natürlich auch Musik und Tanz, die schon sehr bald fester Bestandteil dieser Feste wurde. Die Kirche (Bischof, Pfarrer) und die Obrigkeit (Fürsten, Ritter) sahen dem fröhlichen Treiben zu und waren mit Sicherheit auch das ein oder andere Mal auf solchen Festen anzutreffen.

Im Mittelalter

Im 13. Jahrhundert entwickelten sich die traditionell in Schmalz ausgebackenen und mitButzenlauf-Grafik viel Eiern zubereiteten Fastnachtsküchle (Krapfen, Berliner). Diese wurden am Donnerstag vor dem Aschermittwoch gebacken. Dieser Tag wurde „fettiger Donnerstag“ genannt. In Konstanz und im alemannischen Sprachraum sagt man zu Fett aber Schmotz (hochd. Schmalz), und so sagen wir noch heute „Schmotzige Dunnschtig“. Daraus wurde in den letzten Jahren das schriftdeutsche „schmutziger Donnerstag“ abgeleitet. In dieser Zeit entwickelt sich auch der Begriff „Vaschnaht“ aus dem im Laufe der Zeit „Fastnacht“ wurde. Im Jahr 1255 ist dieses Wort auch zum ersten Mal in einer Konstanzer Urkunde

zu lesen. Im 14. und 15. Jahrhundert kamen zu den Festen noch Spiele dazu. Es wurden Wettkämpfe im Pflugziehen veranstaltet. An manchen Tagen wurden mit selbst gebastelten Instrumenten richtige Lärmorgien zelebriert. Mancherorts wurden die Junggesellen in den Brunnen oder in den Dorfbach geworfen. Während dieser Feste, gab es in dieser Zeit auch schon Umzüge und Theateraufführungen, so genannte „Fastnachtsspiele“. Von 1414 bis 1418 fand in Konstanz das Konzil statt, um einen neuen rechtmäßigen Papst zu wählen. Die Wahl fiel auf Kardinaldiakon Oddo di Colonna (Papst Martin V.), der nach seiner Wahl erst zum Priester und dann zum Bischof geweiht wurde. Das damalige Bistum Konstanz entspricht so ziemlich genau dem Verbreitungsraum der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Im 15. Jahrhundert fanden nun einige Bischöfe, dass die Fastnacht nichts mit Gott zu tun hat. Sie warfen den Festbesuchern vor, gottlos und närrisch zu sein. Der Narr hatte bis dahin nichts mit der Fastnacht zu tun. Er war Sinnbild für Geistesblindheit, Ignoranz und Gottlosigkeit. Man begann die Feste zu verbieten. Um nun trotzdem Feste feiern zu können und nicht erkannt zu werden, haben sich die Leute verkleidet. Man verkleidete sich als „Fremder“

wie Zigeuner oder Mohren. Einige nahmen aber auch die Kirche wörtlich und verkleideten sich als Tiere, wie Bär, Bock, Schwein, Affe oder Storch – jedes dieser Tiere stand nämlich damals für eine Sünde. Einige trieben es sogar soweit, dass sie sich als Teufel verkleideten. So ab 1500 war die Fastnacht kein zufälliges Fest mehr, sondern wurde durch die Zünfte gelenkt. Im 16. Jahrhundert kam es vielerorts zu einer Reformation der Kirche, die dann auch zur Spaltung der Kirche führte. Die Protestanten schafften die Fastenzeit ab, somit hatte die Fastnacht auch keinen Sinn mehr und geriet in Vergessenheit. Darum wird die Fastnacht heute nur noch da gefeiert, in der die Bevölkerung überwiegend katholisch ist. Eine Ausnahme ist hier Basel und sein Umland, das trotz der Reformation der Fastnacht treu geblieben ist.

Fastnacht heute

Nach dem 1. Weltkrieg war die Fastnacht so gut wie verschwunden. Offiziell war sie sogar verboten. Am 16. November 1924 gründete man in Villingen den „Gauverband badischer und württembergischer althistorischer Narrenzünfte“. Dieser Verband setzte im Ministerium des Inneren durch, dass die Mitgliedszünfte wieder Fastnacht feiern durften. Dieser Verband wollte die alte traditionelle Fastnacht wieder einführen. 1928 war es dann soweit. Die Vere

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inigung führte das erste Narrentreffen der „Neuzeit“ durch. Bis zum zweiten Weltkrieg wuchs der Verband ständig an und zählte im Jahr 1939 47 Zünfte als Mitglieder unter anderem auch die Konstanzer Blätzlebuebe. Im 2. Weltkrieg fand verständlicherweise keine Fastnacht statt. Die meisten Männer waren an der Front und den daheim gebliebenen war die Lust an der Fastnacht vergangen. Nach dem 2. Weltkrieg wurden Veranstaltungen wie die der Fastnacht von den Besatzungsmächten generell verboten, es durften auch keine Vereine oder Zünfte gegründet werden. Die Siegermächte verstanden die alten Bräuche nicht und hatten Angst, dass die Bevölkerung sich gegen die Besatzer verschwören könnte. Vielerorts versuchten einige Narren das Verbot zu umgehen. Da es erlaubt war, sich verkleidet aus dem Fenster zu lehnen, bauten einige Narren kurzerhand das Fenster aus und haben es auf der Strasse vor sich her getragen. Daraus entstanden später dann sogar einige Narrenvereine. Auch die Geschichte vom Besemaa und Besewiib der Quaker Konstanz-Allmansdorf hat hier ihren Ursprung. Im Jahr 1946 wurde dann einzelnen Narrenzünften erlaubt, sich neu zu formieren. Nur ein Jahr später wurde die „Vereinigung alemannischer Narrenzünfte“ gegründet und von der französischen Militärregierung genehmigt. Diese hatten jedoch nur Einfluss auf Baden und so war der Begriff „schwäbisch“ ausdrücklich verboten. 48 Zünfte hatten sich in dieser Vereinigung zusammengeschlossen. Erst 1950 fand in Radolfzell das erste große Narrentreffen nach dem Krieg statt. Im Jahr 1953 trennten sich die Vereine aus Rottweil, Elzach und Überlingen vom Verband. Aus ihnen ging später (1963) der Vierbund hervor, der durch Oberndorf komplettiert wurde. 1959 wurde die „Narrenvereinigung Hegau-Bodensee“ gegründet, die nicht so hohe Anforderungen an den geschichtlichen Hintergrund der angeschlossenen Narrenvereine forderte, wie es bei der VSAN (Vereinigung schwäbisch alemannischer Narren) üblich war. Seit den 80er Jahren boomt die Fastnacht im schwäbischalemannischen Raum. In jeder Gemeinde entwickeln sich neue, „junge“ Narrenzünfte, die vielleicht nicht so traditionell sind wie manche „alten“ Narren es gerne sehen aber auch sie tragen zur Erhaltung des ältesten Festbrauches im deutschsprachigen Raum bei. Nach und nach hat sich in den verschiedensten Vereinen dann die Fastnacht entwickelt, wie wir sie heute kennen. Bräuche wie das Befreien der Schüler, das Wurstschnappen oder die Fastnachtsverbrennungen sind relativ jung, aber dennoch ein fester Bestandteil unserer heutigen Fastnacht.
Mehr Informationen zur Fastnacht? In der Rubrik "Downloads" können Sie die gesamte kleine Fasnachtsfibel von Markus Weber herunterladen.
Uniform

Unsere Uniform

  • Schwarzes Barett
  • Silberfarbener Kragen
  • Ein Waffenrock in orange/schwarz
  • Weißes Hemd
  • Schwarze Hose
  • Schwarze Schuhe
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Die kleine Fasnachtsfibel Narrensprüche und Fasnachtslieder